Jan Petryka Tenor
Xiaohui Li Sopran
KaJeng Wong Klavier
Programm
Robert Schumann
Liederkreis, Op. 39
1. In der Fremde
2. Intermezzo
3. Waldgespräch
5. Mondnacht
Liederalbum für die Jugend, Op. 79
24. Er ist‘s
8. Zigeunerliedchen Nr. 2
Sechs Gesänge, Op. 89
6. Röselein, Röselein!
Sechs Gedichte und Requiem
2. Meine Rose
Lieder und Gesänge aus Wilhelm Meister, Op. 98a
7. Singet nicht in Trauertönen
5. Heiss‘ mich nicht reden
Myrthen, Op. 25
9. Lied der Suleika
Fünf Lieder und Gesänge, Op. 127
1. Sängers Trost
Vier Duette, Op.34
3. Unter‘m Fenster
– Pause –
Franz Schubert
Der Winterabend D 938
Ganymed D 544
Nacht und Träume D 827
Nachtstück D 672
Licht und Liebe D 352
Vier Impromptus, Op. 142 D 935
3. Theme and five variations
4. Allegro scherzando
Claude Debussy
Quatre Mélodies de Jeunesse
4. Apparition
Green
Franz Liszt
Enfant, si j‘étais roi, S 283
Oh! quand je dors, S 282
Das deutsche Lied entstand in Wien, in Hamburg, in Leipzig – und lebt heute in Hongkong, in China und überall dort, wo Menschen es mit Ernsthaftigkeit und Neugier tragen. Dieses Konzert erzählt davon.
Das Programm bewegt sich zwischen Aufbruch und Stille, zwischen dem Vertrauten, das sich entzieht, und der Fremde, die allmählich zur eigenen wird. Was es bedeutet, in Schumanns Wäldern kein Zuhause zu haben und dort trotzdem zu singen – das ist die stille Frage, die dieser Abend stellt.
Der in Wien ausgebildete und in der österreichischen Konzertlandschaft fest verwurzelte Tenor Jan Petryka bringt das Lied gleichsam nach Hause – gemeinsam mit zwei Musikerinnen und Musikern aus Asien, die es aus einer anderen Welt mitgebracht haben. Petryka schloss sein Studium im Fach „Lied und Oratorium“ an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit Auszeichnung ab und ist von den Salzburger Festspielen bis zum Oxford Lieder Festival als einer der profiliertesten Liedsänger seiner Generation bekannt – Bachtrack beschrieb seinen Tenor als „perfekt fokussiert und geführt, hell und kristallklar.“
Xiaohui Li wuchs in China auf und erwarb ihr Künstlerisches Diplom am Hamburger Konservatorium – im Herzen also jener Stadt, in der das deutsche Lied seit Brahms und Groth eine besondere Heimat hat. Xinmin Wanbao würdigte sie als Sopranistin mit „bemerkenswerter Präzision und künstlerischer Souveränität.“ Der aus Hongkong stammende KaJeng Wong zählt zu den gefragtesten Pianisten Asiens – Martha Argerich nannte ihn „a special pianist“, Claude Frank den talentiertesten Musiker seiner Generation. Als Solist gestaltet er zwei Impromptus von Schubert. Stücke, in denen Sprache verstummt und Klang allein erzählt.
Drei Interpreten, drei Herkunftsgeschichten, ein gemeinsames Programm – und ein Abend, der zeigt, dass große Musik nicht dort entsteht, wo man aufgewachsen ist, sondern dort, wo man ankommt.
Veranstaltet von Art Wire & Xiaohui Li. Tickets zu € 45–/35,–/25,–/15,– (Premium/Kat. 1/2/Rollstuhl/ Kat. 3) können über https://artwire.ditix.shop (Link) erworben werden.
Studierende und junge Besucher:innen bis 35 Jahre erhalten 20 % Ermäßigung mit dem Code LIEDER20. Kinder bis 12 Jahre zahlen 30 % weniger mit dem Code TRAUM30. Ein gültiger Lichtbildausweis ist beim Einlass vorzuweisen.
Begleitpersonen von Konzertbesucher:innen mit Behinderung erhalten freien Eintritt – das Begleitticket muss nicht separat gebucht werden. Bei der Buchung eines rollstuhlgerechten Platzes ist der Begleitplatz bereits inbegriffen.
Für Gruppenanfragen ab 7 Personen, allgemeine Fragen sowie Sonderkonditionen wenden Sie sich bitte an artwire.culture@gmail.com.