
Peter Hudler Violoncello
Julia Rinderle Klavier
Ein Dialog: Werke von Piazzolla und Bach für Violoncello und Klavier, solo und im Duo, die einander die Hand reichen, über die Jahrhunderte und die Epochen hinweg.
Für Astor Piazzolla (1921–92) wurde der vielseitige barocke Meister Johann Sebastian Bach zum musikalischen Schlüsselerlebnis. In Paris, bei Nadia Boulanger, einer der berühmtesten Kompositionslehrerinnen des zwanzigsten Jahrhunderts, studierte Piazolla die klassischen Formen, Fuge und Kontrapunkt, und nutzte diese Ausbildung, um den argentinischen Tango vom Nimbus der Verruchtheit („Kaschemmenmusik“) zu befreien – ihn als eine Fusion aus traditionellem Tango, klassischer Strenge und Jazzeinflüssen weltweit als Tango Nuevo bekannt zu machen. Bis in die Säle der grossen Konzerthäuser. Piazzollas Liebe zu Johann Sebastian Bach kommt in seinen kunstvollen polyphonen Verschränkungen bis hin zu veritablen Tangofugen wie der titelgebenden Fuga y Misterio zum Ausdruck, aber auch und vielleicht noch mehr in der großen Tiefe der Empfindung, die bei aller formaler Strenge und Schroffheit des Ausdrucks immer vorhanden ist.
Programm
Astor Piazzolla
Histoire du Tango
Tres Piezas Breves, Op. 4
(Ausschnitte)
Milonga in Re
Oblivion
Fuga y Misterio
Le Grand Tango
Vuelvo al Sur
Johann Sebastian Bach
Ausschnitte aus:
Suiten für Violoncello solo, BWV 1007–1012
Sonaten für Gambe und Klavier, BWV 1027–1029
Englische Suiten für Klavier solo, BWV 806–808
Partiten für Klavier solo, BWV 825–830
Präludien und Fugen
Veranstaltet von Cello Expansion. Tickets unter www.celloexpansion.com (Link) und an der Abendkassa erhältlich.