Élisabeth JOYÉ Cembalo
Orlando Gibbons
Fantasia en ré
Prélude en la
Doctor Bull
In nomine
Orlando Gibbons
Prélude en ré
Fantasia en ré
Alman
Pavan
Jan-Pieterzsoon Sweelinck
Puer nobis nascitur
Giovanni Gabrieli
Intonazione d’Organo: Non Tono
Tarquinio Merula
Capriccio cromatico
Andrea Gabrieli
Suzanne un jour d’après Orlando di Lasso
Girolamo Frescobaldi
Aria detta la Frescobalda
Prima parte, seconda parte, terza parte Gagliarda, quarto parte, quinta parte Corrente
Johann Jakob Froberger
Fantaisie VI
Louis Couperin
Prélude en sol mineur
Estienne Richard
Allemande
Jacques Champion de Chambonnières
La Drollerie
Luigi Rossi
Passacaille Del Seig. Louigi
Jean-Henry d’Anglebert
Transcription de la chaconne pour luth d’Ennemond Gaultier
Johann Caspar Ferdinand Fischer
Chaconne en fa
Chaconne en fa
Georg Böhm
Chaconne en sol
Anstatt aufs Land zu ziehen, entschied sich Élisabeth Joyé dafür, diese Zeit der Isolation zu Hause in Paris zu verbringen. Das hatte den Vorteil, dass sie Gelegenheit hatte, ihre Wohnung, ihre Unterlagen und insbesondere ihre Notensammlung aufzuräumen. Beim Durchblättern der Seiten blickte sie auf ihr Leben zurück und stieß auf einige Stücke, die sie seit ihrer Ausbildung spielte, und andere, die sie ihren Schülern im Rahmen ihrer Lehrtätigkeit empfohlen hatte. Frustriert darüber, dass sie weder mit noch für andere Menschen musizieren konnte, begann sie, täglich Videos aufzunehmen, um sie mit ihren Freunden, Schülern und ihrem Publikum zu teilen. Das Format der knapp dreiminütigen Sequenzen wurde durch das gewählte Medium vorgegeben, und der Zuhörer tauchte in eine Welt, eine Atmosphäre und eine Emotion ein, die für jedes Stück spezifisch waren. Zusammen bilden diese Videos nun ein großes Projekt, das Stück für Stück zusammengestellt wurde. Nach dem Ende der Lockdowns hatte die Künstlerin die Idee, zwei Konzertprogramme zusammenzustellen, die auf dem gesamten Zyklus basieren, um ihre Beziehung zu ihrem Publikum wieder aufzunehmen. Das hier vorliegende Programm versammelt die ältesten Stücke. Es handelt sich um kurze Kompositionen, die jeweils eine intensive Stimmung vermitteln und entweder aufgrund ihrer Kontraste oder aufgrund einer Verbindung zwischen ihnen zusammengestellt wurden. Diese Lieblingsstücke, die alle im 16. und 17. Jahrhundert komponiert wurden, sind Schätze, die Élisabeth Joyé während des Lockdowns entdeckt hat. (Philippe Ricchiero)
Veranstaltet vom Institut für Alte Musik der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Eintritt frei: Freie Platzwahl, keine Reservierungen.